WAHLE DEIN GURTZEUG ?

Einige Fragen zur Orientierung…
1 – ERFAHRUNGSGRAD ?

Welche Flugerfahrung hast Du?

 

Anfänger

– Priorität: passive Sicherheit und Stabilität steht im Vordergrund.
– Sitzposition: Leichter Übergang vom Laufen zum Sitzen zum Stehen.

Fortgeschritten (Sitzhaltung, Stabilität, Schutz)

– Einfacher Übergang vom Laufen zum Sitzen, Komfort und Dämpfung.
– Gewicht und Volumen sind keine vorrangigen Faktoren.

Strecken- / Wettbewerbfliegen (Liegeposition,, Komfort, Schutz)

– Die Leistung steht im Mittelpunkt: die Kontur (Liegeposition, Beinsack, Beinstrecker), der Komfort für lange Flugdauer.

Wandern und Fliegen (geringes Gewicht bei minimalem Umfang)

– Gewicht und Volumen sind Schlüsselfaktoren.
– Das Maß an passiver Sicherheit wird enstprechend dem Wunschgewicht gewählt.
– Der Rettungsschirm sollte nicht zu gering gewählt werden.

Tandem

– Zwei Gurtzeuge: eines für den Piloten und eines für den Passagier.
– Wahl des Sitztypes: mit Sitzbrett oder ohne.
– Wahl des Schutzes: Airbag oder Bumpair.

Acro (Sicherheit, Stabilität und Gefühl)

– Sicherheit ist das wesentliche Element.
–  Passiver Schutz, zwei Rettungsschirmcontainer (siehe ACRO BASE-SYSTEM).
– Das Gefühl für das Gurtzeug ist ein entscheidender Faktor für die Kunststücke des Piloten.
– Stabilität ist ein Kriterium angesichts der wirkenden Kräfte.

2 – GRÖSSEN ?

Die meisten Gurtzeuge werden in verschiedenen Größen hergestellt für Piloten unterschiedlichen Gewichts und unterschiedlicher Grösse.

 

SUP’AIR Gurtzeuge Grössentabelle.

tabeau_tailles

N.B. : Alle Gurtzeug-Maße variieren in Abhängigkeit von der Grösse. Es wird daher dringend empfohlen, einen «Hang-Test» zu machen, um das beste Grösse-Gewicht-Verhältnis zu finden.

– Die höhenverstellbare Rückenlehne.

– Die Anpassung der Sitzbreite an verschiedene Größen.

– Die Einstellung der Sitztiefe entsprechend Beinlänge und Taillenweite.

 

Hang-test

Indispensable ! Permet de contrôler :

– Gurtzeuggröße

– Sitzkomfort

– Gurtzeugeinstellungen erkennen und verändern

– Gurtzeug voreinstellen

 

Grösse pilot

– XS (Extra Small) = 1,45 – 1,55 m

– S (Small) = 1,55 – 1,70 m

– M (Medium) = 1,70 – 1,85 m

– L (Large) = 1,85 – 2,00 m

– XL (Extra large) = > 1,90 m

 

ACHTUNG !

Teste immer ein neues Gurtzeug mit Deinem Standardgleitschirm für einen besseren Vergleich und ändere nur eine Einstellung gleichzeitig (Vorsichtsmaßnahme).

3 – WELCHESITZHALTUNG IM FLUG ?

Bestimme Deine Einstellungen und Ausstattungen – stehend, halb zurücklehnend, liegend, …

Frage Dich, ob ein Beschleuniger, ein Beinstrecker , zusätzliche Ausrüstung und passiver Schutz benötigt werden.

 

Aufrechte Sitzposition

Eine gute Haltung für eine gute Sicht. Einfache Position, um sich bis zur Landung wieder zu erholen. Sehr komfortabel, gute Stabilisierung des Piloten und Minimierung der Amplitude beim Flug. Empfohlen für Anfänger oder fortgeschrittene Piloten.

Halbe Liegeposition

Diese Sitzposition ermöglicht ein natürliches und komfortables Gefühl durch die leicht verstellbare Rückenlehne und den Einsatz des Beschleunigers durch Strecken und Drücken mit den Beinen. Erhöhte Kontrolle und Kontakt mit dem Gleitschirm. Erhöhtes Twistrisiko beim Einklappen des Gleitschirmes. Eingewöhnungszeit notwendig. Der Komfort (Wärme und Luftwiderstand) kann durch einen Beinsack (Kokon) erhöht werden.

Liegende Haltung

Verringerter Strömungswiderstand. Kann nur durch Verwendung eines Beinsacks und eines Beschleunigers realisiert werden. Ein stromlinienförmiges Gurtzeugprofil unterstützt und minimiert den Luftwiderstand. Dabei ist darauf zu achten, dass immer in Richtung des relativen Fahrtwindes geflogen wird, um die optimale Leistung zu erzielen. Bitte immer die Reaktivität und Amplitude bei einem Zwischenfall beachten.

4 – SICHERHEIT ?

 

ACTIVE SICHERHEIT
– ABS an den Verbindungspunkten Gurtzeug / V-Leine.

Das ABS (Anti Balancing System), die Befestigungshöhe der Karabiner und die Gurtzeugstruktur begrenzen mehr oder weniger die Gurtzeuginstabilität und verändern das Gleitschirmverhalten.

Leichtes Aufstehen und sich Setzen ohne Zuhilfenahme der Hände sind ebenfalls ein Sicherheitsfaktor. Die Einstellung des Brustgurts ist ebenso wichtig (siehe ABS). Nicht alle Gurtzeuge reagieren gleich.

abs

 

– ABS(Anti Balance System)

Das ABS ist ein System, das bei der Hebung einer Flügelseite des Gleitschirmes und bei der Gewichstsverlagerung des Piloten wirksam wird.

Es begrenzt das Ausmaß der Pilotenschräglage zur nicht tragenden Seite des Gleitschirms (asymmetrischer Klapper) und verlangsamt die Beschleunigung des Wegdrehens zur eingeklappten Seite. In Turbulenzen begrenzt das ABS die abkippenden Bewegungen, die durch seitliche Instabilität auftreten. Anders gesagt beschränkt das ABS die Gewichtsverlagerungsmöglichkeiten des Piloten im Gurtzeug.

Das ABS wirkt über die schrägen Gurtbänder zwischen Brustgurt und der seitlichen Hauptgurte. Die Einstellung der Brustgurtweite (Einstellung des ABS-Systems) hat eine tiefgreifende Wirkung auf die gesamte Gurtzeugstabilität.

 

PASSIVE SICHERHEIT
– Dämpfungssystem

Dient zum Schutz von Rücken und Wirbel und der Minimierung des Verletzungsrisikos nach dem Aufprall aus geringer Höhe.

 

Bumpair(Mousse Bag)

Die Dämpfung erfolgt durch entweichende Luft aus den Kammern eines speziell dafür konstruierten Schaumstoffblocks.

Verschiedene Größen: je dicker der Schaumstoff, desto besser ist die Dämpfung.

+ : Besseres Profil als das eines Airbags. Kein seitliches Ausweichen beim einseitigen Aufprall). Nicht anfällig für Materialienchäden, da das Gurtzeugtuch den Bumpair schützt

– : Schlechtere Dämpfung als durch einen Airbag aufgrund geringeren internen Luftvolumens. Großes Packvolumen und zusätzliches Gewicht

 

Airbag

Die Dämpfung erfolgt durch die Luftkomprimierung und -entweichung. Der Airbag wird durch den relativen Fahrtwind aufgebläht.

+ : Reduziertes Packvolumen. Leicht. Das Pre-inflated Wire-System ® ermöglicht die anfängliche Füllung des Airbag mit Luft (ohne relativen Fahrtwind) und bietet gleichzeitig einen wirksamen Schutz vor dem Start (SUP’AIR Patent). Einige Gurtzeuge sind damit ausgestattet

– :  Kein maximaler Schutz während des Take-OFF. Kann sich beim einseitigen Aufprall verdrehen. Kann auf rauen Flächen beschädigt werden